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Wettbewerb Fraport

Umbau und energetische Sanierung eines ehemaligen Kasernengebäudes
Büro und Gewerbe

Amalie-Wündisch-Straße, Kassel

2010-2011

 

Solar-Architekturpreis Kassel
Auszeichnung der Stadt und des Landkreises, 2012

Teilnahme am Tag der Architektur, 2012

Architektur.Energie - Die Zukunft des Bauens
im Zeichen der Energiewende
Veranstaltungsreihe
des BDA Hessen, Präsentation als Teil einer Fahrrad-Exkursion durch Kassel, 2012

Auszeichnung Simon-Louis-du-Ry-Plakette für

vorbildliches Bauen, BDA Hessen, 2013

 

Ein altes Kasernengelände in Kassel sollte zu einem Ge-werbequartier transformiert werden. Dabei entsprachen die alten Kasernengebäude architektonisch und funktional nicht mehr den heutigen Anforderungen und waren vor allem wegen ihrer energetischen Nachteile kaum noch nutzbar.

 

Das zu sanierende Gebäude wurde mit minimalen Eingrif-fen räumlich stark verändert. Statt militärischen Standards und strenger Tristesse gibt es nun ein individuell auf die Firma zugeschnittenes Raumprogramm. Es entstand eine grundsätzlich neue, helle Farbstimmung mit weich ge-schwungenen Fluren mit sich weitenden Aufenthaltsberei-chen; ebenso eine große Offenheit, die sich mit geschütz-ten Bereichen abwechselt.

 

Die gerundet ausgebildeten Fensterleibungen in der neuen, gedämmten, silbrigen Außenhaut optimieren den Lichtein-fall. Die ehemals unproportionierte Fassade des Treppen-hauses und Eingangsbereiches wird heute durch einen Er-ker mit einer transparenten, gebogenen Fassade ersetzt, hinter der sich der neue, große Besprechungsraum und die Bibliothek befinden. Gleichzeitig schützt der Erker den Ein-trittsbereich vor der Witterung.

 

Mit einem begrenzten Budget und energetisch effizient wurde das Gebäude zu einem nachhaltigen Bürogebäude umgebaut. Durch die Sanierung konnte der Energiever-brauch von 288kWh/m2/a auf 26kWh/m2/a gesenkt wer-den. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit 26KW zur Stromgewinnung installiert. In Verbindung mit dem Fensteraustausch wurde ein Blendensystem für die Brüstungsbereiche entwickelt, hinter dessen beweglichen Elementen die gesamte Installation - Elektro-, Daten- und Heizungstrassen - auf Putz, ohne konstruktive Eingriffe in die Wände, aber trotzdem gestalterisch ansprechend, untergebracht ist.

 

Fotos: Constantin Meyer

© Reichel Architekten / 2017